Projektkontext
Context Management
Die wichtigste Resource verwalten
Die wichtigste Resource verwalten
Claude's Context Window ist wie Arbeitsspeicher: begrenzt und wertvoll. Je voller es wird, desto schlechter wird die Performance. Context Management ist die wichtigste Skill beim Agentic Coding.
Alles was Claude liest – Dateien, Outputs, deine Prompts – füllt den Context. Wenn er voll ist, "vergisst" Claude frühere Instruktionen und macht mehr Fehler.
Das Problem verstehen
Eine typische Session kann schnell außer Kontrolle geraten:
Das Context Window von Claude 4.6 liegt bei 200.000 Tokens – mit dem 1M-Modus kannst du es auf eine Million erweitern. Trotzdem gilt: Mehr Tokens heißt nicht bessere Antworten. Schon weit vor dem Limit sinkt die Qualität, weil Claude in einem vollen Context schwerer zwischen wichtig und unwichtig unterscheidet. Wenn der Platz knapp wird, komprimiert Claude Code automatisch – aber bis dahin solltest du nicht warten.
/clear – Dein wichtigstes Tool
Nutze /clear großzügig
/clear löscht die Conversation History und gibt dir einen frischen Start.
Gewöhne dir an, es zwischen verschiedenen Tasks zu nutzen.
Wann /clear nutzen:
- Neuer Task: Du wechselst von Feature A zu Feature B
- Nach erfolgreichem Commit: Die Arbeit ist abgeschlossen
- Wenn Claude "vergisst": Instruktionen werden ignoriert
- Nach vielen Iterationen: Context ist voll mit fehlgeschlagenen Versuchen
- Bevor du frustriert wirst: Frischer Start ist oft besser als weiterkämpfen
Subagents für Exploration
Wenn Claude viele Dateien lesen muss, füllt das deinen Context. Die Lösung: Lass einen Subagent explorieren.
Der Subagent arbeitet in eigenem Context, liest alle Dateien, und liefert nur eine Zusammenfassung zurück. Dein Hauptcontext bleibt sauber.
Ohne Subagent
Claude liest 20 Dateien direkt → 15.000+ Tokens in deinem Context
Mit Subagent
Subagent liest 20 Dateien → du bekommst 500-Token Summary
Context Compaction
Claude Code komprimiert automatisch wenn der Context voll wird. Aber du kannst auch manuell komprimieren:
/compact Fokus auf API-Änderungen # Mit Instruktion
Bei der Komprimierung behält Claude:
- Wichtige Entscheidungen und Kontext
- Aktuelle Code-Änderungen
- Relevante Instruktionen
Und vergisst:
- Alte Fehlversuche
- Irrelevante Datei-Inhalte
- Überholte Diskussionen
Strategien für lange Sessions
1. Checklisten als externes Gedächtnis
Bei komplexen Tasks: Lass Claude eine Checklist in einer Datei führen.
Die Checklist überlebt Context Compaction und /clear.
2. Zusammenfassungen schreiben lassen
Vor einer langen Session oder vor /clear:
3. Sessions gezielt beenden
Eine Task pro Session, dann /clear. Nicht alles in einer endlosen Session.
| Ansatz | Context-Effizienz |
|---|---|
| Eine 4-Stunden-Session | Schlecht – Context degradiert |
| Vier 1-Stunden-Sessions | Besser – frischer Context |
| Task-basierte Sessions | Am besten – fokussierter Context |
Sessions fortsetzen
Du musst nicht bei null anfangen. Claude Code speichert Sessions:
$ claude --resume # Session aus Liste wählen
Und du kannst Sessions benennen:
Context-Bewusst prompten
Deine Prompts beeinflussen den Context-Verbrauch:
"Lies alle Dateien in app/models und erkläre mir jede einzelne"
Lädt vielleicht 50 Dateien in den Context – massive Verschwendung
In CLAUDE.md dokumentieren
Füge Context-Management Regeln in deine CLAUDE.md ein:
## Context Management
- Lies nicht mehr als 5 Dateien auf einmal
- Nutze Subagents für Exploration
- Bei langen Tasks: Führe eine CHECKLIST.md
- Vor /clear: Schreibe Summary in PROGRESS.md
Zusammenfassung
- /clear zwischen Tasks – frischer Context für jeden Task
- Subagents für Exploration – sie füllen ihren eigenen Context
- Checklisten als externes Gedächtnis – überleben Context Resets
- /compact mit Fokus – behalte was wichtig ist
- Context-bewusst prompten – nicht mehr laden als nötig
Wichtig